Ein Teil des 1896 eröffneten Düsseldorfer Hafens wurde in den 1990er Jahren zum Medienhafen umgewidmet. Einige Gebäude wurden abgerissen und teils architektonisch gewagte Bürogebäude neu gebaut. Einige alte Gebäude wurden auch stehen gelassen und modernisiert. So entstand ein vielseitiges und abwechslungsreiches Gesamtbild.
Im Medienhafen sind hauptsächlich Unternehmen der Medien- und Finanzbranche ansässig. Außerdem ist dank der vielen Clubs, Diskos, Lounges und Restaurants und eines Multiplex-Kinos ein reges Nachtleben.
Der Kölner Rheinauhafen wurde nur 2 Jahre später als der Düsseldorfer Handelshafen eröffnet, also 1898. Ebenfalls wurde der Rheinauhafen modernisiert und viele Firmen siedelten sich dort an. Es sind ebenfalls einige Kneipen, Bars und Restaurants vorhanden.
Los ging meine nächtliche Tour auf der "Living Bridge" - der Brücke über den Handelshafen. Links ist die Fußgängerbrücke über die Hafenausfahrt, dahinter die Rheinkniebrücke mit ihren beleuchteten 114 Meter hohen Pylonen. Unter dem 240 Meter hohen Rheinturm (Fernsehturm) ist der Zollhafen. Die "schiefen" Gebäude rechts sind die Gehry-Bauten:
Die Living Bridge mit dem gläsernen Restaurant "Lido":
Weiter ging es zu den Gehry-Bauten. Das linke Gebäude hat eine Backsteinfassade und das mittlere eine Spiegelfassade aus Metall. In den 3 Gebäuden sind Firmen sowie Clubs und Restaurants untergebracht.

Das weiße Gehry-Gebäude, die Einfahrt zum Parkhaus "Neuer Zollhof" und rechts ist eine Sat-Antenne vom WDR-Funkhaus:

Hier die Fassade des WDR-Funkhauses. Von hier wird z.B. die Aktuelle Stunde gesendet.

Gegenüber vom Funkhaus ist der Rheinturm. Als ich gerade Fotos davon am machen war, fing es an zu regnen. Da dies ein richtiger Landregen wurde, machte es keinen Sinn mehr, abzuwarten. Also packte ich ein und fuhr nach Hause. Als ich auf der Autobahn war, wurde der Regen fast sintflutartig und ich hatte auch kurz Aquaplaning.
In der Nacht vom 13. auf den 14. November kam ich wieder, um meine Nachtaufnahmen fortzusetzen.
Diesmal ging es direkt an den Gehry-Bauten los:

Dann ging ich vorbei am WDR-Funkhaus zum Rheinturm. Links kann man den Rand vom Zollhafen sehen.

Der ganze Zollhafen:

Ich ging um den Zollhafen herum auf die Landspitze, wo sich die Wache der Wasserschutzpolizei befindet. Dort spannt sich eine Fußgängerbrücke über die Hafenausfahrt. Von da aus hat man einen tollen Überblick über den Medienhafen.
Hier sieht man den Rheinturm und zwischen dem Turm und dem Rheinufer den Landtag:

Blick auf den Handelshafen und die Speditionsstraße:

Die Rheinkniebrücke:

Die Fußgängerbrücke:

Zurück auf der Landzunge habe ich einen alten Verladekran fotografiert:

Und als Letztes ein Foto vom Landtag:

Die vertikal angeordneten Lichter auf dem Schaft des Rheinturmes stellen die größte Digitaluhr der Welt dar, den sogenannten Lichtzeitpegel.
Die Lichter sind in 3 Blöcke unterteilt und durch Flugsicherungsleuchten voneinander abgetrennt. Die Anzahl der brennenden Lichter im obersten Block gibt von oben und unten die Zehner- und Einerstelle der Stunde an. Der mittlere Block gibt respektive die Minuten an und der unterste Block die Sekunden.
Links ist ein Ausschnitt aus der dunkelsten Belichtung vom obigen DRI-Foto und im Bild rechts (aus wikipedia, unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht) kann man sehen, wie die Uhr abgelesen wird.
Auf meiner Aufnahme war es also 00:56:52 Uhr.
Hier finden Sie eine Broschüre über den Medienhafen als pdf herausgegeben von der Stadt Düsseldorf. Dort finden Sie neben einem 3D-Lageplan mit Legende viele Informationen zum Medienhafen.
Außerdem gibt es eine interaktive 3D-Grafik vom Medienhafen, auf der man sich einen Überblick über den Medienhafen verschaffen und sich Informationen zu den jeweiligen Gebäuden anzeigen lassen kann.
Gruß René



















































