Himmelserscheinungen

21.1.2019 Totale Mondfinsternis an einem eiskalten frühen Morgen in der Nordeifel

Am frühen Morgen vom 21. Januar gab es eine totale Mondfinsternis, und das nur ein halbes Jahr nach der vorigen im letzten Juli. Die jetzige Mondfinsternis war allerdings viel besser zu beobachten, weil Hoch Brigida quer über Deutschland lag und alle Wolken in der Region vertrieben hat. Nur die Lichtverschmutzung von den belgischen Autobahnbeleuchtungen konnte einem noch in die Suppe spucken. Die Beobachtung war diesmal allerdings eine Prüfung für Mensch und Ausrüstung, denn an meinem Beobachtungsort bei Kalterherberg war es -13 °C kalt. Für die Fotos ist die Kälte sogar besser, denn durch die natürliche Kühlung arbeitet der Bildsensor etwas rauschärmer.

Nach etwas Anlaufschwierigkeiten wegen der Kälte habe ich mich kurz vor 5 auf die Socken gemacht und bin nach Kalterherberg gefahren. Dort habe ich um 5.19 Uhr angefangen, da befand sich der Mond schon im Halbschatten der Erde und strahlte noch mit einiger Kraft:
https://www.eifelmomente.de/albums/Erscheinungen/2019_01_21_Totale_Mondfinsternis/2019_01_21_-_01_Bei_Kalterherberg_DNG_DRI_bearb.jpg
Schon in diesem Foto sieht man die besagte Lichtverschmutzung, die von unseren belgischen Freunden stammt.

So sah der Mond mit dem Tele um 5.29 aus - es dauerte nur noch 11 Minuten bis zum Beginn der Totalität:
https://www.eifelmomente.de/albums/Erscheinungen/2019_01_21_Totale_Mondfinsternis/2019_01_21_-_12_Bei_Kalterherberg_DNG_bearb_ausschn.jpg

Das nächste Foto habe ich um 6.10 Uhr bei maximaler Verfinsterung gemacht. Weil die Finsternis nicht zentral ist, sieht man trotzdem oben rechts einen hellen Schein aus dem Halbschatten:
https://www.eifelmomente.de/albums/Erscheinungen/2019_01_21_Totale_Mondfinsternis/2019_01_21_-_27_Bei_Kalterherberg_DNG_bearb_ausschn.jpg

Am Weitwinkelfoto um 6.20 sieht man auch deutlich, dass der Mond gerade nicht normal scheint, dadurch wird auch die Lichtverschmutzung betont:
https://www.eifelmomente.de/albums/Erscheinungen/2019_01_21_Totale_Mondfinsternis/2019_01_21_-_32_Bei_Kalterherberg_DNG_DRI_bearb.jpg

Hier tritt der Mond um 6.40 allmählich aus dem Kernschatten aus:
https://www.eifelmomente.de/albums/Erscheinungen/2019_01_21_Totale_Mondfinsternis/2019_01_21_-_36_Bei_Kalterherberg_DNG_bearb_ausschn.jpg

Nur 18 Minuten später strahlt der wieder angeleuchtete Teil vom Mond wieder kräftig:
https://www.eifelmomente.de/albums/Erscheinungen/2019_01_21_Totale_Mondfinsternis/2019_01_21_-_39_Bei_Kalterherberg_DNG_bearb_ausschn.jpg

Und um 7.06 Uhr sah es fast so aus, als wenn der Mond gar nicht mehr verfinstert gewesen wäre, aber man sieht noch eine orange Ecke, wenn man genau hinsieht:
https://www.eifelmomente.de/albums/Erscheinungen/2019_01_21_Totale_Mondfinsternis/2019_01_21_-_45_Bei_Kalterherberg_DNG_DRI_bearb.jpg
An diesem Foto sieht man auch, dass sich mit der blauen Stunde schon die Morgendämmerung anmeldete, denn 1:20 Stunden später ging die Sonne über der wunderschön verschneiten Landschaft auf.

Während der Beobachtung habe ich zwei Sternschnuppen gesehen, darunter eine ziemlich helle, die um 5.51 Uhr unterhalb vom Mond verglühte.

Bis zur nächsten totalen Mondfinsternis in Europa müssen wir uns leider noch über 3 Jahre gedulden, diese wird nämlich erst am 16. Mai 2022 in der Morgendämmerung sein. Dafür ist sie allerdings zentral, also wird man den Mond als kompletten Blutmond ohne hellen Rand sehen können.

Gruß René
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